Handy, Handy in der Hand, wer ist die Schönste im ganzen Land?


Micro SD, Blauzahn, USB, UMTS…wen interessiert das schon ernsthaft? Als mich neulich jemand fragte, wie der Modeltyp meines stylishen Samsung Handys laute, zuckte ich lediglich unwissend mit den Schultern. Als der Typ mich zudem weiterquälte, ob ich das Handy weiterempfehlen könne, antworte ich etwas genervt, aber frank und frei: Keine Ahnung, was das Ding kann und wie es heißt. Hauptsache es hat einen SPIEGEL! 

Mobile Selbstreflexionen

Mobile Selbstreflexionen

Es gibt keine dezentere Methode, seinen Lidstrich oder Lippenstift zu checken, als mit einem ernsten Blick ins Handy. Echte Profilerinnen nutzen die perfide Gadgetreflexion, um zu betrachten, was hinter ihnen liegt: Ein gutaussehender Mann im entfernten Buswinkel, eine Nebenbuhlerin auf der Tanzfläche oder ein abgebrochener Zacken aus der Krone.

Ganz sauber ist die Angelegenheit natürlich nicht. Mit jedem Griff in die Trickfonetasche hinterlässt man fiese Spuren. Die fettigen Fingerabdrücke auf dem modernen „Slider“ wischt man daher am besten ab und zu an Jeans, Bürostuhl oder Socken ab. 

Selbst die Modeindustrie hat sich den modernen Waffen der Frau, Selbstreflexion in mobiler Kommunikation, angepasst. Mein neues Hugo Boss Kleidchen verfügt über eine praktische Handytasche, aus der ich schneller als mein Schatten zum Schwatzen ansetzen kann! 
 
 

 

Jederzeit Griffbereit !
Jederzeit Griffbereit !

Wer braucht da schon ein sperriges iPhone? Mein Slider passt sogar in die kleinste Frauenhandtasche der Welt. Auf Partys ist in meinem japanischen Stauraumwunder genug Platz für SMS-Empfang, Kreditkarte und Garderobemärkchen.

Simplify your bag.

Simplify your bag.

Und noch ein Trumpf: Ich konnte etliche Vieltelefonierertreuebonuspunkte einlösen und dem technisch unversierten Netzanbieterthekenverkäufer ein zweites Samsung SHG-U700 mit 3.2 Mega Pixel Kamera, MP3/Music Player, HSDPA und vielen weiteren nützlichen Funktionen abschwatzen. Nun brauchen Maya und ich bei unseren gegenseitigen Besuchen an Spree & See nie das Netzteil mitnehmen.

Beim gelegentlichen Blick in den Spiegel müssen wir jedoch feststellen, dass wir beide uns besser halten als das Gerät.

Hilft Botox gegen Handyfalten?

Hilft Botox gegen Handyfalten?

Die äußere Beschichtung löste sich nach nur wenigen Wochen ab. Zum Reklamieren ist Maya zu faul und ich zu beschäftigt. Vor allem wollen wir ja jetzt nicht aufgrund monatelange Kundenserviceverzögerungen auf unseren Taschenspiegel verzichten müssen. Erst wenn wir selber Abnutzungserscheinungen wie Krähenfüße und Naso-Labialfalten entdecken, werden wir bei Samsung unser Geld zurückfordern!

 

 

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3 Antworten

  1. Zu faul zum Reklamieren? Ich??? Also bitte! Ich rette nur meine Anti-Haltung gegenüber neuen technischen Geräten durch das Erhalten einer hübschen Patina. Sonst wäre das Handy ja auch einfach zu schick. Du vergisst: das Style Diktat in Berlin heißt „RANZIG“. Anders als im ordentlichen Süden der Republik, wo man sich gerne nett und adrett gibt, bemüht man sich hier sehr, möglichst abgerissen auszusehen, zu diesem Zweck gibt manch einer eine Menge Geld aus!

  2. Times they are changing!
    Tja Chloe – die Zeit und unsere neue Rubrik „Zeitmaschine“ bringen es ans Licht: war dir das gute alte Samsung-Spiegel-Handy vor einem Jahr noch einen begeisterten Blog-Eintrag wert, kannst du heute kaum noch von deinem IPhone lassen!
    Von wegen „viel zu sperrig“.
    Die tatsächlich nicht gerade bescheidenen Maße des Königs aller Smartphones können die Herrin vom See inzwischen nicht davon abhalten zu googeln, zu twittern und die Blogstatistik zu checken wo sie geht und steht.
    Einzig ständige Krankheiten – sie werden von wechselnden Technik-Doktoren behandelt – stoppen Chloes Kommunikationssucht ab und zu.

  3. Ups, ich muss zugeben, dass ich mich inzwischen völlig nackt ohne mein „sperriges“ iPhone fühle. Ich habe mich gar so sehr an die intuitive sowie geniale Navigation gewöhnt, dass mich bei fast jedem Bildschirm der Drang überkommt, mit meinen zwei Fingern am Screen zu vergrößern, verschieben etc…. Erst neulich fummelte ich ausversehen auf der funktionslosen Mattscheibe eines Black Berry herum. Ich bin so „touchy“… tja, man geht halt doch mit der Zeit.

    Und liebe Maya, bitte erinnere mich nicht immer an die Technik-Doktoren. Du weißt doch, wie stark meine Kastrationsängste im Hinblick auf mein Handy ausgeprägt sind. Mir träumt mind. ein Mal pro Woche, dass ich plötzlich mein Kommunikationsgadget nicht mehr bedienen kann.

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