Steckbrief-Compilation


Gerne und mit Leidenschaft bin ich die menschliche Jukebox des SpreeSee-Teams. Allerdings macht Chloe mir bei dieser Tätigkeit manchmal das Leben ganz schön schwer – ihre Aufgabenstellung gleicht dann der einer äußerst verwirrten Sphinx.

Kostprobe?

Chloe: „Da gibt es doch dieses Lied mit ´nem Anrufbeantworter, so ein ganz trashiges POP-Lied!“

Maya: „Keine Ahnung – gehts vielleicht ein bisschen genauer?“

Chloe: „Das geht immer so: Number“

Maya: „Number? Ja und weiter?“

Chloe: „Numbaaaar“

Maya: überlegt verzweifelt – Trash, Pop, Number – schweigt

Chloe: insistiert „Numbaaaar“

Nach weiteren 5 Minuten voller „Numbaaars“, begann ich das Mantra mitzusprechen und – die telefonische Kleingruppen-Meditation brachte das Licht der Erkenntnis:

was Chloe in ihrem Unwissen als trashiges Popstück bezeichnet hatte, musste das funky Hiphop – Stück RingRingRing von De La Soul sein.

Schnell suchte ich es in meiner Musiksammlung, spielte es an und Begeisterungsrufe am anderen Ende der Telefonleitung bestätigten mich in meiner Vermutung.

Chloe („Sag ich doch: Numbaaar“) ist immer noch überzeugt die einzig mögliche und korrekte Beschreibung abgegeben zu haben, schließlich habe sie ja auch zum Erfolg geführt. Die Sphinx vom See hatte aber noch eine weitere lustige Aufgabe in der Hinterhand:

sie bat mich als gemeinsames Geschenk eine Compilation für einen Freund zu erstellen. Kein Problem soweit, schließlich eine Lieblingsbeschäftigung von mir. Nur konnte sie keinerlei brauchbare Angaben zu seinem Musikgeschmack machen, stattdessen gab sie mir folgenden Steckbrief als Wegweiser:

reist viel nach Japan, Lactose-Intoleranz, hat gerne Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, ist nach Köln gezogen, Single, schaut viel fern, geht gern ins Kino, ist immer Schokolinsen, hat über Heine promoviert, sitzt immer alleine am Schreibtisch, kennt PeterLicht nicht…

Die ersten Punkte stimmten mich nicht gerade allzu motiviert, der letzte aber doch – ein Mensch, der PeterLicht nicht kennt, muss unverzüglich missioniert werden, das darf nicht so bleiben!

Heraus kam diese Playlist, die Chloe auch sofort haben wollte, Charly hingegen als völlig unverständliche Zusammenstellung und dringend erklärungsbedürftig einstufte :

  1. Gert Westphal – What is this thing called love
  2. Hermann’s Hermits – No milk today
  3. De La Soul – Ring Ring Ring
  4. Die Türen – Indie Stadt
  5. Coco Rosie – Japan
  6. Die Raketen – Tokyo Tokyo
  7. Robyn – Konichiwa Bitches
  8. Happy End – Koze wo atsumete
  9. PeterLicht – Shiva
  10. Tokyo Police Club – Your english is good
  11. Bow Wow Wow – I want candy
  12. Blur – Coffee & TV
  13. Gert Westphal – Ullas Erinnerung
  14. Winson – 45mal pro Minute
  15. Die Aeronauten – Freundin
  16. Norman Palm – Boys don’t cry
  17. Otto Berco – Es sitzt ein Pinguin
  18. Erdmöbel – In den Schuhen von Audrey Hepburn
  19. PeterLicht – Alles was du siehst gehört dir

(zugegebener Maßen unterstützte Chloe mich dann doch noch mit einigen Stücken, deren Titel und Interpreten sie vollständig aufsagen konnte)

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