Mehr Individualität wagen!


Last night, he said:
„Oh, baby, I feel so down.
Oh it turns me off,
When I feel left out“

See, people they don’t understand
No, Partei-friends, they can’t understand
Your Grandsons, they won’t understand
On top of this, I ain’t ever gonna understand…

Last night – Wolfgang Clement bei Beckmann – Mir hats gefallen.

Ehrlich gesagt habe ich nur nach dem Wetter nicht umgeschaltet, weil der Auftritt des neuen Ex-SPD Mitglieds angekündigt war. Und was folgte hat mich nicht enttäuscht. Endlich mal einer, der keine Lust hat sich den Mund verbieten zu lassen und dem die Partei die Partei sie hat immer Recht nicht über alles geht.

Ich weiß nicht, warum die Presse nun über den lässigen Troll herzieht, als habe er eine multiple Persönlichkeit, mir kam der Einfall nicht. Schließlich ist Clement doch nicht der erste und einzige Politiker, der nebenher auch noch anderes macht und ehrlich gesagt, muss das ja auch nicht immer schaden. Lobbyismus ist mir öffentlich immer noch lieber als versteckt und letztlich steht doch jeder in irgendeiner Lobby herum, zumindest in der eigenen.

Was ist so anmaßend daran – ganz gleich ob als Aufsichtsratsmitglied, Journalist,  oder als Politiker – seine Meinung zu sagen?

Eigentlich ist es doch in den letzten beiden Fällen sogar seine ureigenste Aufgabe.

Die Politische Kultur in Deutschland könnte ein paar mehr Köpfe gebrauchen, die ihre Meinung laut äußern und zur Diskussion stellen, auch wenn sie kontrovers ist. Mit der Konsens-Soße und den im Hinterzimmer ausgehandelten Kompromissen ist doch keinem wirklich geholfen, als der Berufs-Politiker-Kaste selbst. Wer glaubt denn, dass es immer nur eine richtige Sicht auf und Lösung für Probleme gibt?

Gehört nicht zu einer Demokratie auch eine Öffentlichkeit, ein Diskurs, und manchmal auch ein ordentlicher Streit? Und ist die SPD keine demokratische Partei? Und warum nicht auch in der Zeitung die eigene Meinung sagen, gehen solche Themen nicht jeden an?

Die Idee ein eigenes Parteimitglied zu handzahmen Äußerungen verpflichten zu wollen oder zu müssen finde ich einigermaßen peinlich.

Wie man in der jeweiligen  Sache dazu steht, kann ja immer noch jeder selbst entscheiden.

Maya maynt die SPD kann sich nicht gerade glücklich schätzen in diesen Zeiten einen kantigen Visionär wie Clement zu verlieren. Klar ist es leicht ohne politische Verantwortung ein „kleckern und nicht klotzen“- Programm zu fordern, aber nur weil es leicht ist, darf man es dennoch tun. Manchmal muss man es sogar – wenn man von der Richtigkeit überzeugt ist!

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Eine Antwort

  1. Chloe sitzt gerade in der Hauptstadt Rajasthans und maynt etwas verpasst zu haben. Danke, Maya, dass Du mich aber auf dem Laufenden haelst. Wer braucht schon die Diktatur der Angepassten?!? Ade aus Jaipur – Chloe.

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