Tod eines Schimpfers


Mensch Chloe – vor lauter selber schimpfen hätte ich beinahe verpasst, den 20-jährigen Todestag eines der elaboriertesten Hater der deutschsprachigen Literatur zu begehen. Dabei ging es ihm doch oft genau wie uns, allerhand schlimme Dinge entdeckte er in seinem Umfeld und permanente Mordgelüste brannten ihm unter den Nägeln:

Ein Glück, dass er das poetologisch lösen konnte. Ein Glück, dass wir den Blog haben. So muss keiner von uns in den Knast, das überlassen wir doch lieber den Tatort-Mörderinnen.

Dank meines echten Valentins, das virtuelle Präsent war ja – wie du gut erkanntest – nur Teil eines Netzwerk-Apokalypsen-Wunsches, konnte ich eine bisher unbekannte Seite am Dauer-Nörgler entdecken: in der Erzählung über die Grillparzer Preisverleihung lobt er die kulante Rücknahme-Politik eines Wiener Herrenausstatters.

Jawoll! Da sieht man es mal wieder, der Satz der häufig mit einem anderen Großereignis, das sich heuer zum 20. Mal jährt, in Zusammenhang gebracht wird, kann hier ebenfalls (und mit deutlich mehr Berechtigung) angewendet werden:

Es war nicht alles schlecht!

Advertisements

Eine Antwort

  1. Und da wunderte ich mich letzten Sonntag – als ich endlich um 10.45 Uhr nach langer Nacht zu Hause auf der grünen Couch ankam – warum mir beim Zappen der Bernhard zwischen die Finger kam… Der Tod ist Programm !

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s