Plädoyer: Keine Vorsicht vor dem Bildschirm !


Chloe ist ein bekennendes TV-Kind. Ihre Eltern verfolgten stets skeptisch den Gang zur Bibliothek, aber im Fernsehkonsum wurde Chloe nie gebremst. Im Alter von zehn Jahren durfte ich beispielsweise ohne Weiteres die Erstausstrahlung der Ghostbusters im Privatfernsehen genießen, während alle meine restlichen Klassenkameraden aufgrund der Gewaltszenen die Glotze ausschalten mussten.

Lediglich Liebesszenen fielen all zu oft der Fernbedienungs-Zensur der albanischen Sittenpolizei zum Opfer (meine Eltern nahmen in meiner Phantasie die Rolle des Dorfpfarrers in Cinema Paradiso ein – ob ich am Ende meines Lebens wohl auch alle weggezappten Liebesszenen als Compilation geschenkt bekomme?). Drohte eine Bettszene, wurde hektisch und ohne ein einziges Wort umgeschaltet. Meine kleine Schwester, die nicht ganz nachvollziehen konnte, warum sie neben Werbepausen auch noch in ihren Augen nicht nachvollziehbare Unterbrechungen seitens meiner Eltern erdulden musste, schrie einmal genervt ins Wohnzimmer hinein: „Papa, die ziehen sich doch gleich wieder an!“ Spätestens hier wäre eine ordentliche Aufklärung angebracht gewesen… aber auf die moslemische Bienchen- und Kopftuch-Blümchen-Nummer warte ich heute noch.

Der lockere Umgang mit der Mattscheibe im Hause von See sprach sich schnell herum. Plötzlich lud sich die halbe Nachkommenschaft der anti-autoritär alternativen Nachbarschaft zu uns ein. Zu James Bond oder Planet der Affen reichte meine Mutter Nutellabrötchen (nix Vollkorn!) in die Runde. Statt Hagebuttentee (hey, das gibt es ja auch bei uns im albanischen Dorf!) wurden gute westliche Luxusgetränke wie Cola & Fanta ausgeschenkt. Die Gastfreundschaft der Migrationshintergrundsdeutschen ist nicht zu verachten. Meine Eltern traten maßgeblich für die Völkerverständigung ein. Sie führten das alternativ abtrünnige deutsche Volk wieder an ihre eigenen Produkte des Wirtschaftswunders heran. Kinderschokolade, Gummibärchen, Chips und Nimm 2 – alles was die Werbewelt uns wünschen ließ, lag ausgebreitet auf dem Couchtisch. Schokolade schien es hingegen bei Körnerfresser-Kindern nur in Form eines Lindt-Hasen an Ostern zu geben. Ich wunderte mich oft über die Snacks der deutschen Gastgeber, wenn ich mal die Sendung mit der Maus bei meinen Freunden sah: Dörrobst? Käsehappen? – Das schien für mich, deren Oma hinter den Bergen dergleichen selbst kiloweise für die Überwinterung herstellte, völlig reaktionär für eine Wohlstandsgesellschaft.

Möhren statt Mohrenköpfe? Warum bestrafen sich die Deutschen mit unleckeren Sachen? Ich suchte in meinem Wissensdrang nach Antworten! Eines Tages erzählte mir auf dem Grundschulweg meine aufgeklärte Jugendfreundin ihr Papa hätte ihr von einem Mann erzählt, der Millionen von Menschen umgebracht habe. Mir war fast so mulmig zumute wie damals, als sie mir von diesem schrecklichen Loch im Himmel berichtete, das laut ihrem Papa immer größer wird und uns verbrennt. (Anmerkung an lesende Eltern: Behandeln sie 8-jährige nicht wie Erwachsene! Sie wissen nicht, was sie damit verursachen!! Ich suche heute noch vergeblich den Himmel nach Ozonlöchern ab und ducke mich in weiser Voraussicht vor der gefährlichen Strahlung).

Der mutmaßliche Massenmörder ließ mich nicht mehr locker. Ich versuchte meiner Freundin mehr Infos aus der Nase herauszuziehen. Plötzlich kamen Brocken wie Gas, Kammern und der Name „Hitler“ aus ihr heraus. Da Chloe in den Achtzigern noch nicht choogeln konnte, rannte sie tags drauf in die Bibliothek. Ich las alles, was es an Jugendliteratur zum Thema Holocaust gab (auch über rosa Kaninchen). Ein paar Schriften Adornos zog ich für meine kulturkritische Süßigkeiten-Studie noch hinzu. Plötzlich erhob sich der Phönix aus der Asche:

Nach Auschwitz ein Gummibärchen zu essen, ist barbarisch.

Die historische Last hindert meine Klassenkameraden an der Lust. Das schien plausibel. Als wir in Dachau von meiner Grundschullehrerin auch noch Celans Todesfuge vorgelesen bekamen, war ich ob der ekligen „Schwarzen Milch“ völlig ver- und am Boden zerstört. Meine Mutter machte ich nun aus Mitleid auch noch Fruchtzwerge und Milchschnitten servieren. Man muss die deutschen Kinder ja wieder vorsichtig an Milchprodukte heranführen…

Vom Süßigkeiten- zum Fernsehkonsum: Chloe verpasste als Teenager nicht eine einzige Folge Verbotene Liebe. Chloe kennt heute noch alle RTL Explosiv-Moderatorinnen mit Namen. Chloe sah hunderte von Weicheiern bei Mann-O-Mann neben Peer Augustinski in den Pool springen. Und all das hinderte sie nicht daran, die Sprache und die Literatur der großen Dichter und Denker Deutschlands zu vergöttern und gar zu studieren. Nach Ansichten des Gehirnforschers Manfred Spitzer müsste ich heute bei meiner eklatanten Bildschirm-Vorgeschichte enorm dick, dumm und gewalttätig sein. Ist Chloe eine Ausnahmeerscheinung? Ich plädiere eher für eine krasse Ausgeburt des Sozialdarwinismus. Go for Hybridity !

Die meisten beherbergen in ihrer Küche eine verborgene Süßigkeitenschublade. Wir hatten auch eine, aber bei so vielen Kindern im Haus war die stets leer. Heute neige ich dazu, die Süßigkeitenschublade in meiner Singlewohnung so voll wie möglich zu stopfen. So werde ich vielleicht nicht selber auch noch in die Schublade reingequetscht. Zum Beispiel in solchen Situationen: Ein MBA-Kollege fragte mich einst nach einem längeren Fachgespräch, was mein Vater denn studiert hätte. „Gar nichts!“, antwortete ich. Das wollte der Beamtensohn mir nicht abnehmen. „Mein Vater ist ein einfacher Mann und Maurer!“, schrie ich am Schluss patzig in den Telefonhörer. Der Kerl insistierte: „Das kann nicht sein! Wo hast Du sonst Deine Bildung her? Ein Maurer geht doch höchstens mit seiner Tochter auf den Rummel statt ins Museum!“ Darauf gibt es nur eine passende Antwort: „Meine musikalische Früherziehung bestand aus Sprechchören bei kommunistischen Demos!“.

Natürlich spielen Eltern bei der Erziehung eine große Rolle. Aber – das muss nun mal gelobt werden – das deutsche Schulsystem ist auch nicht zu verachten! Chloe ist der größte Deutschland-Patriot den es diesbezüglich gibt! Deutschland, ich bin ein Fan von Dir! Bildung war stets frei für mich. Fernsehen auch! Und ich stehe zu meinem Bild“ungs“schirm.

Ich kann nicht leugnen, dass die meisten meiner Freunde und Bekannten aus ideologischen Gründen keinen Fernseher haben. Als ich nun letztes Wochenende zur Prime Time zum Proll7 Kipp-Roll-Fall-Spektakel einlud, musste ich mehrmals die Frage beantworten: „Und warum schauen wir uns das an?“. Chloe: „Es regnet in Strömen. Es ist Samstag Abend und ich wollte einfach einen blöden Grund inszenieren, uns in lustiger Runde zusammenzufinden. Der Fernseher läuft nebenher und wir quatschen und knabbern! Es geht nicht um die Sendung, es geht um uns!“

Im Laufe des Abends stellte sich heraus, dass diejenigen, bei denen kein Fernseher zu Hause steht, lediglich suchtgefährdet sind und einfach keinen natürlichen Bezug zur Mattscheibe haben. Den No-TVs war es z.B. fast nicht möglich aufgrund einer mangelnden Medienkompetenz nicht nicht auf die Mattscheibe hinzustarren. Kino-Woody gab ferner zu, dass er einfach nicht gelernt habe, mit dem Fernseher umzugehen. Seinen ersten und letzten Fernseher im Alter von 35 Jahren musste er nach nur einem Monat wieder verkaufen, da er völlig übermüdet zur Arbeit erschien, weil er nicht mehr aufhören konnte, sich nachts um halb Zwei Filme auf ARTE reinzuziehen. Ein weiterer TV ablehnender Bekannter outete sich ebenfalls als unkontrollierter Simpson-Junkie. Wir selbstbeherrschten, weil übersättigte, TV-Kids grinsten dann breit: Wir wurden einfach rechtzeitig ans Medium herangeführt! Wir waren auch nie Außenseiter, da wir am Montag nach Wetten das… ? mitreden konnten. Hier setzte dann kurzweilig ein Randgruppen-Diskurs in der Gruppe ein. Das Resultat: Jeder gehört irgendwie einer Randgruppe an. Mein männlicher Sitznachbar sah sich endlich ermutigt zuzugeben, dass er ein „Schuhgrößen-Outlaw“ ist. Als Mann mit Schuhgröße 39 hat man es nicht leicht.

Zurück zum Fernsehkonsum. Plötzlich kamen nostalgische Erinnerungen auf. Ach, früher war der Samstag Abend noch ein richtiges Familienevent. Als Kind hat man sich wochenlang auf den sympathischen Gottschalk gefreut. Die Stars, die Wetten, die Gummibärchen auf dem Tisch! Ja, Gottschalk war die Legitimation für Gummibärchen nach Auschwitz. Der blonde Engel vereinigte hunderte von zerstrittenen Familien um den Couchtisch. Fernsehen verbindet! Für gemeinsame Erlebnisse muss man nicht gleich eine Strohhotel-Radtour unternehmen. Erinnerungen an Familienausflüge lassen sich doch nicht mit dem kollektiven Gedächtnis einer ganzen Fernsehgeneration messen! Die Familie geht, die Gesellschaft bleibt. Stell Dir vor, Du bist erwachsen und alle um Dich herum reden über Grisu, den Bananenblues oder Piggeldy und Frederick, nur Dir ist diese Welt in Deiner Welt fremd? Stell Dir vor, jemand erzählt Dir, Dein Date sieht aus wie Dr. Gadget, und Du weißt nicht, ob Du lachen oder weinen sollst?

Das Kipp-Roll-Fall-Spektakel sollte für Debakel-Chloe eine Remininszenz an die deutsche Samstag Abend-Unterhaltungskultur sein! Sie hatte extra eine Erdbeer-Bowle angesetzt. Am Anfang tat sich die Gruppe schwer, den Fernseher in ihren Kreis zu integrieren. Das Spiel schien unlogisch. Der Sinn dahingestellt. Die Moderatoren verzweifelt. Das Ungeschick der Kettenreaktion-Schaffer nervtötend. Die Zeit wurde alle paar Sekunden auf Null gesetzt. Kein Weltrekord wurde geschlagen. Unsere ZF-Ingenieure im Raum konnten sofort errechnen, warum die Bierflaschen nicht umgekippt sind.

Aber was verbindet mehr als ein gemeinsamer Feind? Nach zwei Stunden drehten wir den Spieß um, wir wollten nicht mehr verstehen, sondern blinde Wut walten lassen. Wir fingen an, über Giulia Siegels (34) peinlichen Auftritt zu lästern, tranken ein Glas nach dem anderen auf die Nullnummern und erwischten uns plötzlich dabei, wie wir grölend die Kettenreaktion der Studenten anfeuerten. Diese umkippenden Bilderrahmen waren entzückend! Wir lagen uns in den Armen vor Freude. Was auch immer da plötzlich mit uns passiert ist… wir können es uns bis heute nicht erklären. Vielleicht haben wir einfach wieder den Fernsehzauber zugelassen. Er haut Dich um, wenn Du ihn am wenigstens erwartest! Hoffentlich hält Pro7 an dem Konzept fest. Mit etwas Routine und weniger C-Prominenz könnte die Sendung wirklich was taugen.

Am Schluss waren alle glücklich und halfen die Partyreste aufzuräumen. Muckie packte brav ihre leere Tupperdose ein, in der sie das ökologisch angebaute Antipasti transportiert hatte. Ihren Versuch, die mitgebrachte Mezzo Mix-Flasche zurückzulassen, durchschauten wir jedoch rechtzeitig. Dieses Party-Wander-Getränk muss sie jetzt leider bei jemand anderem loswerden… das Zeugs ist pappsüß und schrecklich ungesund!

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5 Antworten

  1. Blogging Chloe is back! Wie gut mir das gefällt muss ich schon noch einmal betonen, dass ich persönlich niemals Vorsicht vor dem Bildschirm hatte, wohl nicht.
    Mich hat Fernsehen als Kind schon – aber dann doch eher nur in Maßen – interessiert. Das liegt ganz sicher aber auch an der Macht eines 4 Jahre älteren Bruders, der konsequent Programme wählte, die mich herzlich wenig interessierten.
    Zensur von Sex-Szenen gab es bei meinen liberalen Eltern selbstverständlich nicht, ich habe es aber bei einer spanischen Klassenkameradin miterlebt und zwar genauso, wie du es schilderst und sogar noch im Gymnasium, unser Englischlehrer machte sich sogar regelmäßig die Mühe, bei Schulvideos vorher alles „Anrüchige“ herauszuschneiden.
    Mir hingegen verschaffte mein häuslicher Fernsehkonsum im Alter von 9 Jahren durchaus Blümchen-und-Bienchen-Gespräche, aufgeklärt worden war ich damals zwar bereits, aber bestimmte Spielarten und Vokabeln hatten meine Eltern außen vor gelassen.
    Im Teeny-Schmachtfetzen „La Boum 2“ müssen die Mädels beim Wahrheit-oder Pflicht-Spiel etwas tun, das mir gänzlich unverständlich war. Da meine Eltern natürlich vorbildlich mit den Kindern gemeinsam vor dem Fernseher saßen, um Irrtitationen zu schlichten, sahen sie sich der unangenehmen Frage ihre Tochter ausgesetzt: „Mama, Papa, was ist das denn, auf den Strich gehen?“ fragte ich also und ich kann mich noch genau erinnern, dass meine Mutter kniff und an den Vater deligierte: „Das erklär du jetzt bitte mal!“. Mein Vater, von dem ich offensichtlich die trockene Sachlichkeit geerbt habe, hat mich in einem knappen Satz über die Käuflichkeit von Sex informiert, ohne mich zu verstören. Eine ordentliche Leistung, die ich bis heute gar nicht richtig zu schätzen wusste. Mit Kindern zu reden, das ist eben echt eine Gradwanderung, denn wer weiß, was der Ozonloch-Vater bei mir da angerichtet hätte…
    Ganz deiner Meinung bin ich, wie du weißt auch was die TV-Kostverächter angeht.

    Nur eines, liebe Chloe, nehme ich dir bei aller Wertschätzung nicht ab:
    Die Adorno-Rezeption mit 8 Jahren! Adorno steht mit Sicherheit nicht in den Regalen der Stadtbücherei deines Heimatortes…

  2. Tja, Maya!

    Was man nicht in den Beinen hat, das hat man im Kopf. Vielleicht ist es für den kreativen Prozess gar nicht mal so schlecht, körperlich „entschleunigt“ zu sein.

    Mal schauen, ob meine nocturne Schaffensphase noch einen neuen Blogeintrag gebiert. An Ideen mangelt es mir ja nie. An Kindheitserinnerungen wohl auch Deinerseits nicht.

    Sagen wir es mal so: Der Zugang zu Adornos Texten bleibt mir auch als 30-jährige völlig verschlossen.

    Gute Nacht an die Spree!

    Chloe

    P.S.: Dass blogging Chloe wieder back ist, liegt auch an einem schmerzhaften Kino-Woody-Seitenhieb. Er maynte am Wochenende bissig, dass Maya sich die Finger wund schreibt, während von Chloe chein Wort mehr zu lesen ist.

  3. Hmm, der Ozonloch-Vater wäre dann wohl meiner? Tja, ich weiß auch nicht, was er alles so bei mir angerichtet hat. Wohl aber, dass er zwar studiert hat, aber nur vier Semester… 😉 An die Schulweg-Gespräche kann ich mich auch noch gut erinnern… Körnerfresser-Kind war ich aber nur bedingt, es gab zwar weniger Schokolade bei uns als bei Euch, aber hey, ich glaube, überall gab es weniger Schokolade als bei Euch 😉 Und warum das so ist, hast Du ja prima erklärt 🙂 Gleiches gilt für unseren Fernsehkonsum. Über Wetten, dass… und vieles andere konnten wir auch mitreden, aber nur Ihr wusstet auch noch von der Springfield Story und ähnlichem zu berichten… das war schon erstaunlich. Und ich stimme Dir zu, die viel herbeigeschworenen Auswüchse hat das nicht zwangsläufig. Da gehören wohl andere Faktoren dazu. Gut, dass Du das Fernsehen an sich versuchst Leuten näherzubringen, die es verdammen und dann verstehen, dass es vieles bereithält, das andere Medien nicht können! Viva la commercialisacion!

  4. Damit wre wohl das wichtigste gesagt – super.

  5. @Single Mom: Dein Vater ist was ganz besonderes! Ich fand ihn immer dufte. Durfte ich doch über Dich an sein gesamtes Wissen herankommen. Unsere hybride Freundschaft über Schokolade und Körner hinweg hält ja noch bis heute! War schön, Dich am Samstag kurz gesehen zu haben. Am Schluss sind wir ja noch Eurem Tipp gefolgt und in die 3D-Vorstellung von Ice Age gegangen. Viva la commercialisacion! Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal in einem ausverkauften Großraumkino saß!!! Am See gibt es weder 3D noch Menschenmassen…

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