…but trust me on the sunscreen!


Der Sommer hält viele ästhetische Herausforderungen bereit, wenn er denn mal richtig da ist:

Unter anderem bekommt das durch die Sonnenbrille nur unzureichend geschützte Auge dschungel-ähnliche unrasierte Körperstellen zu Gesicht, überhaupt viel zu viel unbedeckte Haut in unterschiedlich gepflegten und straffen Zuständen. Bierbäuche werden von engen T-Shirts umspannt und kaum verdeckt, blässliche Spargel-Extremitäten schauen aus Feinrippunterhemden und Bermuda-Shorts heraus und die schlimmsten  Überraschungen erlebt man meist bei einem Blick auf die Füße: was da nicht alles schiefgehen kann!

Hornhaut, Schrunden, Pilze, Verfärbungen, blaue Zehen, abgefallene Nägel, nicht vorhandene Pediküre, Trekkingsandalen und und und…

Chloe vom See kämpft bei dieser Aufzählung wahrscheinlich schon sehr stark mit den Nerven, hat sie doch lange gebraucht um ihre Fußphobie zu überwinden und sich inzwischen zum Tragen zumindest teilweise offener Schuhe durchgerungen. Eine Option, die noch vor ein paar Jahren kaum denkbar war.

Mir persönlich war diese Phobie immer schleierhaft. Mein Vater, der mich schon als Kind davon in Kenntnis setzte, meine Füße hätten eine absurde Form, die allenfalls mit der von Pumuckls dreieckigen zu vergleichen  wären, konnte mich nicht davon abhalten, meine zugegebener Maßen nicht gerade wohlgeratenen Füße zu entblößen. Ohnehin hatte ich ihn im Verdacht, dass ihn besonders die  Anschaffungskosten des passenden Schuhwerks nervten. Selbst ein Ex-Freund, der mich einst vor versammelter Freundesschar verdutzt ansah und rief:

Maya, das sind deine Füße? Wie sehen die denn aus? Gut dass ich mir die noch nie so genau angesehen habe, hast du aber immer schön kaschiert…

konnte mich mit dieser Charmeoffensive nicht beschämen – ich stehe weiterhin zu meinen Füßen!

Zum Glück wechselt in Deutschland das Wetter so oft, dass man sich nach all den äußerlichen Entgleisungen, die sich Menschen ab 25 Grad aufwärts leisten, immer mal ein paar Tage erholen kann, wenn die Schönwetterperiode vorbei ist. Und auch die geschätzte Fußphobikerin hatte hier nur kurz Luft schnappen dürfen, bevor ich zur gnadenlosen Konfrontation mit dem gefürchteten Objekt ansetze. Denn – nobody is perfect – in diesem Sommer reiht sich auch eine enge SpreeSee-Vertraute in die Schar der ästhetischen Fehltreter ein:

DSC00630

Fuß mit Sonnenmuster

Die bemitleidenswerte Person mit den gescheckten Füßen scheiterte kläglich bei allen Versuchen, das Geschehene als einen neuen alten Trend namens Sonnentattoo zu verkaufen und versuchte mich zu überzeugen, ein wenig mehr Verständnis für Sommersünden zu entwickeln. Wenn es warm sei, dann pfeife man halt manchmal auf Eitelkeit und Schutz der fremden Augen und gebe sich einfach der Sonne hin, ohne an die Folgen zu denken. Sie, die jetzt die Folgen trägt, wird jedenfalls auch weiterhin die nun gemusterten Füße offen zur Schau stellen.

Maya maynt, sie ist froh, dass sie eine Karikatur im Internet ist, UV-Licht und Vergilbungsgefahr gibt es hier nicht – allen anderen kann man nur den guten Rat mitgeben:

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4 Antworten

  1. Ja, ja, ein wirklich großartiges Lied! Aber bring mir bitte keine Füße in den Blog ! Das geht doch nicht… Zeige ich etwa der ganzen Welt mein Hallux valgus-Gruselkabinett? Weder pathologische Schiefstände meinerseits noch Pumuckl-Treter Deinerseits interessieren doch unsere Leser.

    Nicht dass die uns jetzt aus diesem Grund auch noch abtrünnig werden. Du weißt ja, dass der Über-Ex auch aufgrund meiner Füße weggelaufen ist…

    Ach, heute konfrontierst Du mich mit einem Trauma nach dem anderen! Dabei weißt Du doch, dass ich es gerade sehr schwer habe. Trotz Sonne betrübt…

  2. Och chlaubst du? Das wäre dann ja eine Abstimmung mit den Füßen wegen der Füße!
    Maya maynt: wir habens alle schwer und das mit den Füßen bleibt eine Ausnahme, ich will dich ja nicht überstrapazieren.

  3. […] Maya und Chloe haben beide ästhetische Problem mit Füßen. Aber muss man gleich solch drastische Maßnahmen anwenden? meine […]

  4. Ich liebe dieses Lied!!! Rockt.

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