Trockener Tatort


Tatort aus Köln „Mit ruhiger Hand“, Sonntag 23.08.2009
Sieben Leute von Sieben beim Public Viewing meinten: S-C-H-L-E-C-H-T

Der Tatort-Auftakt zur neuen Saison stimmt Chloe cholerisch! Sie wünscht sich eine nie endende Sommerpause! Das ist wohl der Grund, warum sie rechtzeitig zum Herbst den Kontinent gen Übersee ohne Jahreszeiten verlassen wird. Wie viele schlechte Mordermittlungen kann man noch ertragen? Und dann gibt Maya auch noch zu, dass sie selber nur ab und zu auf den Bildschirm geschaut hat. Rezensions-an-die-Wand-Drückung!!! So bin ich also gezwungen, ein paar Worte zum Tatort fallen zu lassen…

Nach nur fünf Minuten Handlung hat Nero mal wieder den Schluss erraten:

Der Chirurg war es selber! Er hat erst seine Frau abgestochen und sich dann so verletzt, dass er im Krankenhaus garantiert gerettet werden konnte.

In den nächsten 85 Minuten blieb uns nur noch eines übrig: Frustabbau an den schlecht aufgearbeiteten Nebenhandlungen. Natürlich hat die Frau des Chirurgen eine Affäre mit einem karrieregeilen Arzt in der Klinik. Nebenher arbeitet sie in einer Praxis, in der sie illegale Einwanderer behandelt. Den furchtbaren Akzent der albanischen Putzfrau, der eher ins Französische ging, nahmen auch die Nicht-Muttersprachler im Raum nicht ab. (Lustigerweise hat mich U.v.O. noch kurz vor Beginn des Tatorts gefragt, ob ich nicht mal mit albanischem Akzent Deutsch sprechen könnte! Welch Ironie!). Der Sohn des Chirurgen trinkt aus Protest und muss am Schluss erkennen, dass er sich was vorgemacht sowie einen Leber- und sonstige Dachschaden hat. Der Kommissar Ballauf trinkt aus Einsamkeit. Die Psychologin schläft dennoch nicht mit ihm. Der Chirurg selbst trinkt, um nicht unter dem Druck der Verantwortung zu ersaufen. Seine Frau wollte ihm einem Kunstfehler nachweisen und musste deshalb daran glauben. Das war’s.

Das einzig spannende war die Handlung direkt neben uns. Vor Kressbronn war ein Segler gekentert und wir sahen zwei Stunden lang den Rettungshubschrauber unser Schwabenmeer nach dem 66-jährigen Mann absuchen. Die Kommissarin Klara Blum tauchte jedoch nicht auf.

Der einzige Effekt, den der Tatort auf mich ausübte: Ich habe zwei Tage lang keinen Alkohol getrunken. Aber jetzt muss ich sofort los! Die Lekkar Lakers treffen sich zur nächsten Kochrunde….

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3 Antworten

  1. Liebe Chloe, ich kann mich dem Eindruck nicht entziehen, dass auch du nicht mehr als ein Auge auf dieses Pott-Tatort-Machwerk (nach Leipzig mein ungeliebtestes Komissar-Paar) geworfen hast. Da ich im Glashaus sitze, werfe ich aber nicht mit diesem Stein.
    Charly ist jedoch entsetzt: er findet, der Tatort hätte eine solide 3 verdient und dank der tollen schauspielerischen Leistung von Säufer-Vater und Säufer-Sohn sogar eine 3+.
    Ich enthalte mich nach wie vor und gelobe Besserung in Sachen Aufmerksamkeit fürs nächste Mal.

  2. […] Hintergrund: Tatort-Fundus Meinungen: Sopran, Fielitz, Chloevomsee, Annabell,Tatortkritik, Tatort-Forum, der Freitag, […]

  3. Liebes Maya-Sprachrohr,

    wenn Charly mir was zu sagen hat, dann soll er doch selber kommentieren!

    Auch ich fand die schauspielerische Leistung der beiden Männer nicht zu verachten. Dennoch rettete diese Tat nicht über Klischees und Dialogdesaster hinweg!

    Ade vom See

    Chloe

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