Facebook chlaut Chloes Augen


Dieser ganze Facebook-Tumult steigt mir langsam zu Kopf. Bin ja auch selber daran Schuld, wenn ich so viel dazu schreibe und meine aufklären zu müssen. Wenn mich etwas beschäftigt, dann träumt mir prompt des Nachts davon (bis auf meine Indienreise – die muss tief in mein Unterbewusstsein verbannt worden sein). Also reflektierte ich erst neulich mit Maya über die lange Überseeleitung über ein paar Bilder aus meinem Kopfkino. Sie fand meinen Web 2.0-Traum auch sehr interessant. Somit fasse ich diesen nochmals zusammen:

Chloe ist auf einer Reise. Sie wacht in einem Hotelzimmer auf und findet sich nach dem ersten Wimpernschlag ordentlich im Anzug gekleidet am Frühstückstisch mit ein paar MBA-Freunden sitzend. Wir müssen irgendwohin los und ich hetze immer nur hinterher ohne eine einzige Frage zur Gesamtsituation zu stellen. Wir laufen durch verdreckte Hochhaustunnels. Mir gelingt es kaum mit den anderen Schritt zu halten, da ich immer wieder entsetzt auf die mit Staub bedeckten Wolken schielen muss. Wir stopfen uns in einen kleinen Supermarkt und interviewen die Kassiererinnen zu ihren Prozessen. Plötzlich wache ich aus meinem Sprachkoma auf, um endlose Optimierungsvorschläge von mir zu geben. Die anderen sind stolz auf mich und klopfen mir auf die Schulter, da ich endlich wieder wie gewohnt „da bin“. Vor allem scheinen alle um mich herum mich überzeugen zu wollen, hier zu bleiben. Sie loben das neue Wirtschaftswunder. Sie leben alle inzwischen hier. Mir flößt das endlose Grau um mich herum nur Angst ein. Als sich alle anderen euphorisch im Marschschritt zur nächsten Fallstudie begeben, verliere ich den Rhythmus und falle in einer Seitengasse aus der Klaviatur. Ich habe das erdrückende Gefühl, dass das streng verboten ist. Doch bevor ich meine Füße zum Lauf animieren kann, bleibt mein Blick an einem schäbigen Schaufenster haften. Lesen kann ich nichts. Alles auf Chinesisch. Überall liegen neueste Waren in schrillen Produktverpackungen aus. Plötzlich sehe ich einen Karton mit Muckies Foto drauf. Wie kommt bloß das Foto meiner Seefreundin hierher? Mir fällt ein, dass mir dieses Bild besonders bekannt ist. Sicher, es ist ihr Facebook-Profilfoto. Völlig wütend greife ich den Verkäufer an, was ihm denn einfallen würde, das Foto meiner Freundin für die Vermarktung seiner Produkte auszunutzen. Der Chinese grinst mich nur unheimlich an…

Nur eine Woche später starte ich meine Facebook-Seite, um die Gänsehaut aus meinem Traum in aller Deutlichkeit wieder zu fühlen. Aber dieses Mal ist es real oder doch nur ein Zufall? Jedenfalls sehe ich folgende Werbeanzeige auf meiner Startseite.

MAC Makeup Werbung mit meinem AUGE ??

Über meine sehr spezielle Augenfarbe hatte ich schon mal einen Blog-Eintrag geschrieben. Wer mich kennt, wird also zustimmen, dass die Iris aus dieser Facebook-Werbeanzeige eine verblüffende Ähnlichkeit mit meiner Augenfarbe hat. Selbst der blau-graue Rand ist vorhanden! Und nicht nur die Iris! Auch der störrische Wirbel an meiner rechten Augenbraue ist da! Gibt Facebook seinen Werbepartnern etwa Fotos zur freien Verwendung weiter? Werde ich jetzt paranoid??? Dass die Chloes erlogenes Alter benutzen ist ja absehbar. Aber meine Augen??? Die können mir doch nicht meine Augen klauen. Was sehen die denn noch? Sehen die durch mich? Ich werde paranoid….

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