Teil V: Chloe und Maya auf Verbrecherjad!


SpreeSee macht sich Gedanken über Anti-Raub-Maßnahmen

Nachdem auch Mayas Tasche geklaut wurde, machte ich mir ernsthafte Sorgen. War meine neue Wahlheimat der Hort des Bösen? Sollte ich nicht lieber zurück ins idyllische Seehinterland? Aber da rief mich auch schon Muckie an und berichtete vom Taximörder am Bodensee. Ich hatte mich schon gewundert, warum wir plötzlich Suchanfragen mit „mörder wann ist seehasenfest“ in der Blogstatistik fanden. Zum Glück wurde der Täter vor dem Seehasenfest, das nächste Woche stattfindet, gefasst. Das Böse lauert überall. Dann kann ich also auch beruhigt in Berlin bleiben.

Dennoch müssen Maya und ich unser Glück nicht erneut herausfordern. Kallis Start-up-Idee mit dem mobilen Garderobenservice klang schon nicht schlecht. Mobile Würstchenverkäufer am Alex gibt es ja wirklich schon genug. Aber bis sich das wieder auf dem Markt durchschlägt, müssen wir unbedingt nach Accessoire-Alternativen Ausschau halten.

Maya schlug die Lara Croft Tomb Raider Variante vor.

Ist das die Alternative?

Unsere Wertgegenstände binden wir ab sofort wie Waffen an Arme und Beine fest. Aus unserem Schlüsselbund basteln wir ein Bettelarmband – ist ja grad eh voll im Trend. Im Winter verstauen wir am besten alles direkt im Stiefelschacht.

Chloe recherchierte lieber in diversen Survival Foren. Dieses Produkt ist meiner Meinung nach die Lösung aller Probleme:

Anti-Klau-Alarm !!!

In Zukunft kann Maya die Taschendiebe dann wieder direkt auf frischer Tat stellen und ihnen ein Glas Wasser über den Kopf schütten. Nur droht uns wahrscheinlich bei zu häufigen Fehlalarms ein Hausverbot in unseren Lieblingsclubs…

Mal schauen, ob wir heute Abend die Geburtstagsause 14 Jahre Karrera Club im Magnet ohne weitere Blessuren überstehen…

Beim letzten Besuch im Magnet verlor ich Muckie aus den Augen. Und eine echte Freundin geht nie ohne Freundin nach Hause!

Chloe um 5 Uhr morgens vor dem Magnet. Verzweifelt versucht Chloe Muckie auf dem Handy zu erreichen.

Szenenwechsel – 5 Uhr morgens bei mir in der WG: Muckies Handy, das sie extra Zuhause liegen ließ, klingelt in meinem für sie individuell aufgesprochenen Klingelton: „Nimm AAAAB, Muckie! Nimm ab! Ich bin’s Chloe!“

Meine Mitbewohnerin erschrickt zu Tode, als sie meine Stimme hört und sucht das Organ…

Mitbewohnerin hebt ab: „Hallo, Chloe. Ich bin nicht Muckie!“

Chloe legt panisch auf, als ihr ein Licht aufgeht. Sie wird blass.

Der Architekt, der ihr eine Stunde lang bei der Suche nach Muckie half fragt irritier: „Was ist los?“

Chloe entsetzt: „Oh mein Gott! Das war meine Mitbewohnerin!!! Jetzt habe ich sie schon zum zweiten Mal in einer Woche morgens um 5 aus dem Schlaf gerissen. Alles eine Frage der Zeit, bis die mich rausschmeißt!“

In dem Moment kommt Muckie fröhlich aus dem Magnet getänzelt. Draußen ist es natürlich schon hell. Sie kneift ihre Augen zusammen.

Muckie heiter zu meinem Begleiter: „Hey, der Landstreicher ist immer noch da! Aber hier draußen siehst Du ja doch frisch und sauber aus!“

Eine Minute später sitzen die Freundinnen wieder glücklich vereint in der U1 gen Bett.

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