Teil VII: Chloe und Maya auf Verbrecherjagd!


Maya wollte diese Woche das Kapitel zur Verbrecherjagd beenden. Jedoch muss Chloe auch noch was einwenden. Ironischerweise wurde gerade diese Woche unser neuer Kollege aus Berlin mitten in den beschaulichen Büroräumen der Puppenkiste bestohlen. Verbrechen gibt es also überall. Er hofft auch noch darauf, dass zumindest sein Geldbeutel in einem Mülleimer auftaucht.

Auch Maya und ich hatten diese Hoffnung sehr lange nicht aufgegeben. Erst täglich, dann wöchentlich durchforsteten wir die Homepage des Berliner Fundbüros. Immer wieder wunderte ich mich über die skurrilen Fundstücke. Meine Lieblingsauswahl anbei:

Ein Blumentopf mit Geldscheinen? Und wer verliert denn seine Wärmflasche in der Berliner Philharmonie?

In dieser Phase des Unglücks musste ich über diese Spam-Nachricht extrem lachen:

Vielleicht sollten wir uns professionelle Hilfe holen?

WICHTIGE HINWEISE: Leider kann ich nicht allen zahlreichen Anfragen nach der einzigartigen Erfahrung einer kostenlosen Sitzung nachkommen, wofür ich mich im Voraus entschuldige.

Ich werde mein Bestes tun, um alle Anfragen zu bearbeiten, doch werde ich mich vorrangig den Personen widmen, die den dringendsten Bedarf haben (also diejenigen, die großen negativen Energien ausgeliefert sind, die eine fortwährende Unglückssituation erleben, die immer wiederkehrende Probleme haben oder die einen Mangel an Energie oder an Lebenskraft haben…). Den anderen werde ich mich später zuwenden. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ob mir der Wahrsager den Fundort meiner schmerzlich vermissten Handtasche kostenlos weisen könnte? Schließlich gehöre ich doch zu der Gruppe derjenigen, „die großen negativen Energien ausgeliefert sind, die eine fortwährende Unglückssituation erleben.“ Haha!

Monate lang musste ich mich mit einem HTC als Übergangssmartphone durchquälen. Und die Gewissheit, dass der Dieb Einblick auf alle meine privaten Daten erhalten hatte, quälte mich zusätzlich.

Chloe: „Der Dieb sieht alles über mich!“

Mein Bruder besänftigend: „Keine Angst Chloe, sofern er sich nur durch zwei von Deinen Liedern durchgehört hat, muss er nach dem Genuss Deiner schrecklichen Depri-Mucke gleich alles im Reflex per Knopfdruck gelöscht haben.“

Die Handtaschen kamen zwar nicht mehr. Aber der große Bruder sorgte für die SpreeSee-Mädels zumindest für iPhone-Ersatz. Als Maya ihr neues Gerät zum ersten Mal an den Computer anschloss, bekam Sie von ihrer Menstruations-App den lustigen Status-Update, dass sie seit 173 Tagen nicht mehr menstruiert habe. Das brachte uns sehr zum Lachen. Dank iTunes fand Maya auch die verschollenen Fotos unseres letzten Jahres. Nur der berühmte Draft zum Frauenarzt-Blog-Eintrag ist für immer abhanden gekommen… Ob Maya das noch jemals nachholen wird?

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