Wir hatten einen Traum !


Heute wurde eine neue Marke geknackt: SpreeSee freut sich über eine halbe Millionen Besucher.

Leider sind unsere Leser in letzter Zeit jedoch etwas von unserem Blog enttäuscht.

Dieser treue Fan treibt es in die Höhe: Charly schickt Maya Droh-E-Mails mit Screenshots von SpreeSee auf denen „Dieser Blog ist tot!“ steht.

Ideen für Blogeinträge haben wir ja genug. Aber aufgrund des neuen Lebensabschnitts – Maya und Chloe befinden sich in den Fängen von Vollzeitberufen – bleibt kaum noch Zeit und Muße für das Ausformulieren unserer Spinnereien und Erlebnisse. Aber wir geloben Besserung!

Unsere Vollzeitberufe nehmen in letzter Zeit auch den größten Raum im Hinblick auf die SpreeSee-Küchen-Diskurse ein. Wie positioniert man sich als Frau in einer immer noch sehr männlich dominierten Arbeitswelt? Maya sitzt in Zügen mit alternden Strickpulliredakteuren und Chloe in Scrum-Ecken mit Entwicklern in Funktions-T-Shirts. Oft sind wir die einzigen Frauen. Weibliche Vorbilder, die es bis ganz nach oben geschafft haben, gibt es kaum. Unseren eigenen femininen Führungsstil zu finden, ohne zum Männerabklatsch zu werden, ist eine große Herausforderung.

Neulich saß ich wieder Freitag Abends in der WG-Küche und jammerte Maya von einem bevorstehenden Workshop in Würzburg vor. Die neuen potentiellen Geschäftspartner aus Japan erwarteten neben der Erarbeitung von Konzepten natürlich auch etwas Freizeitspaß. Man hatte mir bereits zugetragen, dass ich für die abendliche Biergarteneinlage im Dirndl erscheinen solle.

Maya ärgerte mich daraufhin: „Erst o’zapfen und dann musst Du die Herren sicherlich in das Nachtleben einführen. Kennst Du Dich überhaupt bezüglich der angesagten Edelpuffs in Würzburg aus? Du störst die Herren sicherlich mit Deiner Anwesenheit, da sie dann nicht so leicht ihre Jungs-Dinger drehen können.“

Chloe ging auf diese Provokation nicht ein. Ging lieber ins Bett. Am nächsten Morgen stand sie dann entsetzt vor dem bebrillten Bademantel in der Küche und keifte zurück: „Maya! Vielen Dank für Deine Inspiration. Ich hatte einen furchtbaren Traum. Wir waren mit allen Managern und Entwicklern in einem Bus auf verschlungenen Landstraßen unterwegs. Vor einem alten Haus, es muss wohl vormals ein großer Bauernhof gewesen sein, hielten wir an. Ich lief, als ob ich wüsste was ich tat, schnurstracks auf die Türsteher in Bomberjacken zu. Ich zeigte auf meine Reisegruppe. Viele Damen wurden nun in einen großen Flur zusammengestellt. Ich führte meine Kollegen in diese Arena. Der Flur leerte sich schnell, da Männlein und Weiblein schleunigst hinter den vielen Türen verschwanden. Plötzlich stand ich mutterseelenallein da und wunderte mich wie lange ich wohl warten müsse. So setzte ich mich erst einmal auf einen Stuhl. Ich wollte gerade meine E-Mails auf dem Handy checken, als ich einen wunderhübschen Mann gegenüber von mir sitzen saß. Ich fragte ihn, auf wen er denn so warte. Er antwortete, dass er auch hier arbeite. Ich verstand und versuchte meine Verlegenheit mit Small Talk zu übertünchen. Nonchalant fragte ich, was er denn so koste. Er antwortet: 38 Euro. Ich schrie entsetzt auf, dass, wenn ich gewusst hätte wie günstig das sei, ich das auch schon längst gemacht hätte! Dann war ich wach.“

Maya bepisste sich vor Lachen: „Chloe, für Deine Träume kann ich wirklich nichts. Aber es ist äußerst interessant, wie auch dieser absurde Traum Deinen Geiz verrät.“

Den Workshop habe ich inzwischen überlebt. Auch wenn ich ab einem gewissen Zeitpunkt tatsächlich die Bühne verlassen musste, da meine männliche Truppe noch in einen Stripschuppen ging. Immerhin waren sie so nett und boten mir an, sie zu begleiten. Ich konnte sie jedoch davon überzeugen, dass ich nackten Frauen an der Stange nicht viel abgewinnen könne. In Mayas mahnenden Worten lag wie immer a weng Wahrheit.

Als ich meinen Traum schon fast vergessen, rannte Maya nun neulich selbst schockiert in die WG-Küche: „Chloe! Ich hatte einen ganz verrückten Traum. Ich war quasi als Reiseleiterin für einen Reporter mitten im deutschen Wald unterwegs. Wir hatten sogar einen Kameramann dabei. Ich fühlte mich irgendwie für die Bespaßung des Reporters zuständig. Plötzlich, mitten im deutschen Wald, sahen wir eine Playboy Mansion. Ich dachte mir die ganze Zeit wie peinlich dieser Pseudo California Lifestyle zwischen deutschen Eichen sei. Frauen räkelten sich in Swimming Pools. Ich musste irgendwie die Form wahren und mich in deren Porno-Jargon mit denen unterhalten…“

Bevor ich mit irgendeiner Traumdeutung anfange, höre ich jetzt einfach mit dem Bloggen auf. Ich muss ins nächste Meeting !

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