Modefragen

Da wir mit Facebook-Suchbegriffen bombardiert werden, haben wir leider kaum noch die Chance, an absonderliche Einzelanfragen zu kommen. WordPress zeigt uns in der Blogstatistik nur eine begrenzte Liste an. Es wird wohl langsam Zeit, diese Plattform zu verlassen…

Diese Woche sah ich jedoch zur frühen Morgenstund die folgende Frage aufblitzen:

Tja, was macht man bloß, wenn die „Muschi durch die Leggins“ drückt? Vielleicht weiß ja Maya, die solche Modesünden sofort bestraft, ne Antwort.

Und leider muss ich feststellen, dass unsere Hochstapler weiter am Start ist. Seit der Veröffentlichung des gestrigen Beitrags landen wieder fragende Frauen mit Suchbegriffen zu Borello und/oder Sam Couchsurfing auf unseren Blog. Tja, auch Borello scheint sich jede Saison ein neues Trendthema einfallen zu lassen. Im Frühjahr Wg-Gesucht, im Herbst Couchsurfing. Wann ist Facebook dran?

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Was machen wir bloß den ganzen Tag?

Die digitale Boheme telefoniert gen Südwesten und wird täglich gefragt:

Aber was macht Ihr den ganzen Tag in Berlin?

Maya maynt: Was für eine unglaublich unsinnige Frage, die nur geistlose Individuen stellen können! Wissen all die Fragenden außerhalb ihres schnöden Tagewerks nichts mit sich anzufangen? Es gibt schließlich soviele Medien zu konsumieren, soviel Wichtiges, Spannendes, Unterhaltsames oder Aufregendes zu lesen, hören und zu sehen, dass viele Stunden einfach so vorbeiziehen. Die Muße und Langeweile schätzen Chloe und Maya ohnehin seit ihren Studien des dekadenten Spleen als Inspiration Nr. 1. Neben profaner Wertschöpfung durch Heimarbeit in der studentischen Texterschmiede werden immer wieder neue Leistungseinheiten in den üblichen Gemeinschaftsbüros mit Theke eingelegt.

Heute z.B. feiern wir mit viel Prosecco unseren 50.000 SpreeSee-Besucher.

Und wo feiert man so als Blogger? Natürlich stilecht in der Zentrale der Digitalen Boheme: Das St. Oberholz am Rosenkrieger Platz.

St. Oberholz am Rosenthaler Platz

Ein Ausschnitt aus einem klassischen Maya-Chloe-Dialog.

Szenerie: Ein Vertreter der Digitalen Intelligenz Gilde übt sich in der neuen Disziplin des WLAN-Wünschelrutenganges und fragt die beiden Mädels verzweifelt: „Wie seid Ihr drin?“

Maya: Über St. Oberholz. Manchmal geht’s halt und manchmal nicht.

Der WLAN-Suchende zieht unbefriedigt dahin.

Maya und Chloe besprechen das neueste Textprojekt.

Chloe ganz idealisitsch: Mir geht es gar nicht ums Geld! Obwohl mein Führungskräftecoach mir damals in meiner Persönlichkeitsanalyse den krankhaften Wunsch nach Anhäufung von materiellen Gütern attestierte!

Maya: Ach, was! Du hast eben einen Lebenserhaltungstrieb! Das ist doch was ganz Natürliches!

Chloe nachdenklich: Hm. Nachdem ich der Wirtschaft abtrünnig geworden bin, wollte der mir sogar ein Selbstfindungswochenende für 3.000 Euro andrehen.

Mayas Gesicht wird ernst und sie antwortet trocken: Da hast Du Glück! Bei mir bekommst Du ne ganze Woche für nur 1.500 Euro.

Chloe erblasst und rechnet ihre ALG I-Bezüge nach….

Maya frech: Da bist Du jetzt aber erschrocken ! Quatsch – als Freundschaftsdienst bleibt das kostenlos. Trotzdem krass. 3.000 Euro. Ich denke, ich sollte mein Gewerbe erweitern: Maya von der Spree – Texte, Korrekturen und Lebenshilfe, Beratungen aller Art… Diese Psycho-Heinis – alles Halsabschneider!

Im Hintergrund betätigt sich der WLAN-Wünschelrutengänger weiter intensiv mit dem MAC in der Hand auf der Suche nach einem stabilen Signal. Chloe geht an die Theke und holt die zweite Ladung Prosecco. Vor ihr steht ein Mann, der, um seinen Personalausweis bittet, den er als Pfand für die offene Rechnung hinterlassen hatte. Alle Zahlungen werden geleistet.

Chloe beginnt den Blogeintrag. Maya liest Nachrichten.

Maya entsetzt: Jetzt ist die Käßmann zurückgetreten! Sie habe ihre Authorität eingebüßt.

Chloe großzügig, während sie einen Schluck aus dem Prosecco Glas nimmt: Wegen so m bisschen Alkohol! Völlig übertrieben. Männer würden so etwas nie machen. Also zurücktreten!

Maya Eben – war ja nur ne knappe Flasche Wein – obwohl, der Özdemir ist doch damals auch wegen ein paar läppischen Flugmeilen zurückgetreten. Übrigens: heute wird die Guacamole gemacht, egal wie betrunken ich schon bin.

Für Zwischendurch

Seit Monaten ist mir nichts Außergewöhnliches an Suchbegriffen in der Blogstatistik aufgefallen und nun musste ich an einem Tag gleich zwei Mal lachen:

ich will ja mit dem bier reden

meine nachbarin fickt mit einen albaner

Was ist denn da los??? Und kann mir mal jemand erklären was ein “Schachtelcomic” ist?? Danach wurde ebenfalls gesucht.

In den Köpfen da draußen…

… lauern Fragen. Das Netz ist die Suchwiese der Moderne. Und diese Stilblüten führten Verirrte in den letzten Wochen zu uns:

1. Anstatt die 110 zu wählen, sucht der Zeuge erstmal Rat im Internet?

nackte männer leiche im keller gefunden

2. Maya und Chloe haben beide ästhetische Problem mit Füßen. Aber muss man gleich solch drastische Maßnahmen anwenden?

meine zehamputation

3. Tja, Maya!

nervbacke maya

4. Nero bekommt am Wochenende wieder Besuch von seinen Vermietern Vielleicht war er ja auf der Suche nach der

rasenschnitt satzung

5. Völlig losgelöst, von der Erde, mit Tippfehlern, fliegen Elefanten

comander elefant wittgenstein

6. Wir bieten Facebook-Nutzern gerne unsere Hilfe an. Aber doch nicht bei so was !

anleitung facebook hacken

7. SpreeSee als Hort für Schwerverbrecher?

die bewährungshelferin

8. Ha, der erste Terrorist auf unserer Seite !

jehovas zeugen anschlag forum

9. Der leidige Vergleich:

gründe warum frauen besser sind als bier

10. Was soll das sein? Wahrscheinlich das, was Maya fotografiert hat.

râucherschneemann

11. Charlys Casio Uhr ist retro cool, Mayas Leggin ist retro cool, aber das?

retro cool hodensack

12. Leider gibt es bei der WordPress-Blogstatistik eine Zeichenbegrenzung für Suchbegriffe. Beim spannendsten Teil ist diese Anfrage abgeschnitten!!! Er….? Was???

mögen frauen angefasst zu werden beim er

Und täglich ermuntert uns die Blogstatistik weiter.

Maya Whitman’s Blues of November

Die Blogstatistik machte mich mal wieder auf einen interessanten Referrer aufmerksam.

translate-google

Da hat doch tatsächlich jemand – um genauer zu sein ein UK-Inselbewohner – unsere Texte durch die Google Übersetzungsmaschinerie gejagt! Neugierig begab sich SherlockvomSee auf die Spuren des Lesers.

Das Problem: Seit einer halben Stunde kann ich mit dem Lachen nicht mehr aufhören und gleich ist meine Mittagspause vorbei… Maya, ab sofort bist Du mein persönlicher Byron, Shelley & Keats in einem ! Dein lyrischer November-Blues klingt auf Englisch noch erhabener:

 

maya-in-english

Arbeitsmoral?

Selbst Meisterin der Prokrastination muss ich mich doch sehr wundern, was sich da in letzter Zeit bei der lieben Chloe vom See tut. Sie war immer ein Vorbild in Sachen Disziplin und Leistungsbereitschaft, wären alle so wie sie, das Wirtschaftswunder würde niemals enden, Konjunkturkrise wäre ein Fremdwort – dachte ich zumindest bis jetzt.

Nun der herbe Schlag: die geplante regelmäßige Reportage aus Indien blieb aus, nach dem Anlegen der Kategorie und dem ersten Artikel kam schlicht und ergreifend nichts mehr. Gut – diesen Ausfall der gewohnten Mitteilungsfreude entschuldigte ich mit den traumatischen Erlebnissen, die der Subkontinent ihr beschert haben musste. Doch auch nachdem sie  in die beschaulichen heimischen Gefilde zurückgekehrt ist, scheint ihr sonst so freudig sprudelnder Wortschwall nachhaltig aufgestaut zu sein.

Die von ihr selbst so dringlich geforderte und ins Leben gerufene Serie „Wort zum Mord“, in der wir regelmäßig den Tatort rezensieren, wird von ihr sträflich vernachlässigt. Dabei hatte sie sich so auf den Tatort von letzten Sonntag gefreut:

Ha ha ha !

Am Sonntag bin ich dran und es läuft mein Lieblingstatort !!!!!!!!!! MÜÜÜÜÜÜNSTER !

Inzwischen ist schon Donnerstag und immer noch keine Rezension in Sicht. Ich mache mir Sorgen! Langsam gleicht ihre Arbeitsmoral der von Homer Simpson:

homer

Chloe, Chloe, so geht es nicht weiter! Komm in die Puschen!

Eine Zwischensuchzeit

Zur Auflockerung zwischen all den empirischen Feldstudien am See sowie an der Spree anbei ein paar Spuren, die Suchende auf SpreeSee wieder hinterlassen haben:

1. Wer visuell veranlagt ist, braucht sich doch ob der kleinen Sprachfehler nicht zu schämen….  ein_schlone_brust

 

2. Stets um ihre Gesundheit bemüht unsere Leser! ruckenschonender_sex

 

3. Gleich drei Leute wollten uns in der letzten Woche eine Ode andichten! Ach wie schön, nur her damit! spreesee_ode

 

4. Ist das nicht optimistisch? Nach zwanzig Jahren Mauerfall gibt es immer noch Überlebende, die sich darüber freuen.
mauerfall_rettete_mein_leben