SpreeSee-WG: Zweiraumwohnung für Zwei

Zwei Jahre lang führten Maya und Chloe also eine „Fern-WG“. Daher waren beide doch etwas aufgeregt, ob mit Chloes Wiedereingliederung an der Spree die WG auch den Alltag überleben würde. Und nicht nur die beiden, sondern auch alle um sie herum sind überrascht, wie harmonisch die 24/7 Druckbetankung verläuft. Bei jedem Telefonat fragen Chloes Eltern besorgt: „Streitet Ihr beiden Euch auch nicht? Versteht Ihr Euch weiterhin gut? Wie läuft das gemeinsame Zusammenleben?“

Das neue Umfeld reagiert auch oft verstört, wenn ich erzähle, dass ich mit über dreißig Jahren mit „meiner besten Freundin“ zusammenwohne.

Chloe und Maya – der Inbegriff der Deutsch Albanischen Freundschaft (DAF) – tauchten vor kurzem gemeinsam auf einem albanischen Konzert in Berlin auf.

Albaner: „Oh! Deine Freundin ist Deutsch. Woher kennt Ihr beiden Euch eigentlich?“

Chloe: „Wir wohnen zusammen.“

Albaner zählt unsere Falten und hakt nach: „Und warum?“

Chloe nutzt die Vorlage: „Weil wir ein Paar sind!“

Albaner versucht die Contenance zu wahren: „Ja. Ja, das ist gut für den Verein, wenn er auch soooolche Leute hat. Das zeigt wie offen wir sind. Aber dahinten in der Ecke solltet Ihr es nicht zu laut sagen.“

Neulich wurden wir auch gefragt, ob wir eine Zweck-WG seien. Schließlich sei das oft ein finanzielles Kalkül. Maya stellte überrascht fest: „Ja, am Anfang war das tatsächlich irgendwie so. Aber inzwischen verdienen wir beide und sind aus freien Stücken zusammen. Es ist tatsächlich schön, jemanden um sich herum zu haben. Das hat sich so entwickelt.“ Chloe stimmt dem zu. Manchmal tut es einfach gut, auf dem Weg zur Küche einen Menschen zu sehen, der sich in seinem Bett mit hochgestreckten Beinen und Laptop auf dem Bauch über eine Sitcom krank lacht. Ein Stück Seelenfrieden.

Aber viel lieber als Maya anzuschauen, quatsche ich sie natürlich mit frischerlebten Geschichten voll! Nach einem Date kam ich zur Berichterstattung in die Küche.

Maya: „Und?“

Chloe: „Ich glaube, ich habe es verbockt!“

Maya: „Wie geht das denn so schnell?“

Chloe: „Ich lachte an der falschen Stelle.“

Maya: „Komm zum Punkt!“

Chloe: „Also… Wir saßen so zusammen und er erzählte mir, dass er mit Ende dreißig immer noch mit seinem besten Freund zusammenwohne. Ich fand das natürlich total sympathisch und schrie freudig heraus, dass auch ich dieses Lebenskonzept teile. Er meinte dann jedoch, dass er gerade auf Wohnungssuche sei. Ich bestätigte, dass auch wir beide uns vergrößern wollen, da uns die Wohnung zu klein wird. Er meinte, dass…“

Maya: „Dass, dass, dass… komm zum Punkt!“

Chloe: „Dass es bei ihm anders sei! Beide haben beschlossen auseinanderzuziehen, um frei für die große Liebe zu sein, die im Jahre 2013 kommen könnte! Ich prustete laut heraus: ‚Du glaubst an die große Liebe?’ Dumme Reaktion meinerseits…“

Maya: „Autsch! Aber auch selten dämlich, präventiv eine WG aufzulösen!“

Chloe: „Ebend!“

Maya etwas nachdenklich: „Aber vielleicht hat er doch irgendwie recht. Vielleicht blockiere ich Dich auch? Vielleicht lernst Du deshalb niemanden kennen?“

Chloe: „Ich war zwei Jahre quasi von Dir getrennt und habe dennoch niemanden kennen gelernt. Da habe ich doch lieber Spaß und belaste mich nicht mit falschen Hoffnungen in einer einsamen Wohnung!“

Nur ein einziges Mal gab es einen kleinen Zwist… Chloe kam spät von der Arbeit nach Hause und sah ihre Pflanze im Zimmer leblos durchhängen.

Chloe: „Ui. Ich muss mal gießen.“

Maya völlig außer sich, als hätte ich auf einen Knopf gedrückt: „Ja! Ja! Ich habe dieses verwahrloste Mahnmal extra so stehen lassen, damit Du siehst was Du ihr antust. Ich habe doch nicht zwei Jahre lang für Dich die Pflanze liebevoll gehegt und gepflegt, damit Du sie in nur zwei Wochen Anwesenheit umbringst! Schau bloß hin was Du ihr angetan hast.“

Chloe: „Ach, Du kennst sie doch. Einmal ordentlich gießen und am nächsten Morgen steht sie wieder wie eine Eins! Kein Grund zum Drama.“

Maya: „Du Barbar!“

Ich glaube, ich muss mal etwas Blumenerde von unserem Balkonnachbarn stibitzen…

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Wie lange darf man keinen Sex haben?

Seit geraumer Zeit spitzen sich die verrückten Begebenheiten in Chloes Single-Freundinnen-Kreis auf dem Niveau bester amerikanischer Sitcoms zusammen. Maya übernimmt dabei gerne Barneys Rolle in „How I Met Your Mother“ und gibt zu allem ihren ironischen Senf dazu ab.

Unsere Märchen aus wortwörtlich tausend und einer Nacht werden wohlbehütet von einer Frau zur nächsten mündlich überliefert. Aber was geschah da diese Woche? Lücken taten sich auf und Männer gerieten an die wohlbehüteten Wort-Schätze! Auf der einen Seite verstörte meine Freundin Vicky völlig – da man auf dem iPhone bei Massenmails die Empfänger bei „An alle antworten“ nicht auf einen Blick sieht – den kleinen Bruder einer Freundin mit ihrer neuesten Männerstory. Auf der anderen Seite musste ich erfahren, dass Maya gerne die ein oder andere Geschichte meiner bzw. inzwischen unserer gemeinsamen Freundinnen gerne an Charly weitererzählt. Seit Charly mitten beim gemütlichen Kaffee und Kuchen plötzlich das Wort „Olivenargumentation“ ausgerutscht ist, weiß ich ja auch, dass Maya gerne mal meine Geschichten weitererzählt.

Vorgestern Abend trug sich folgendes zu.

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Teil 1/2: Chloe und die Künschtler

Ich will einen Mann mit Beruf und nicht Berufung !

Was Chloe im Hinblick auf das Paarungsverhalten der Ingenieur am See, das ist ihr inzwischen der Künschtler an der Spree: Eine männliche Zumutung, die in viel zu hoher Konzentration auftritt. So wie man nur sehr selten einen „echten“ Berliner in Berlin kennen lernt, so selten trifft man beim Date auf Nicht-Künstler.

Auch mayne ansonsten sehr weltoffene Maya zuckt am Hörer immer zusammen, wenn sie von maynen neuesten Begegnungen mit der vermeintlichen Boheme erfährt:

Schon wieder ein Künschtler! Du weißt ja was ich von denen halte. Die kreisen immer nur um sich selbst herum. Das ist nix Handfestes für eine Beziehung. Künschtler tun Dir nicht gut, Chloe!

Davon bin ich ebenfalls felsenfest überzeugt. Jedoch scheint Muse Chloe ein wahrer Künschtler-Magnet zu sein. Die Jungs haben nen Narren an mir gefressen. Schon in den heiligen Hallen unseres Neuphilologikums liefen beispielsweise verklärte Wortakrobaten schnurstracks auf mich zu, um mir ein Gedicht vorzulesen. Andere machten mir unanständige Angebote und wollten gleich einen Verlag mit mir gründen. Der Über-Ex stellte sich zu meiner Blamage all meinen Freunden bereits im zweiten Semester als „Autor“ vor.

Das ist ja die Crux am Künschtler. Heutzutage gilt doch frei nach Joseph Beuys: „Jeder Mensch ist ein Künstler.“

Gesehen in Berlin Mitte.

Gesehen in Berlin Mitte.

Aber diejenigen, die sich aus Berufung als Künschtler auserkoren fühlen, hegen ein unglaubliches Mitleid mit denjenigen welchen, die nicht dieser Lebensform frönen können. Gerne mögen sie dann auch bekehren.

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Was Süßes für Zwischendurch? Auf zur Downdating-Plattform!

Da kann ich wegen der blöden verstopften Nase nicht schlafen und was müssen meine glasigen Augen sehen, bis das Schnupfenspray endlich wirkt?

Einen Webespot in dem Gundis Zambo „die Partnerbörse für Frauen, die wissen was sie wollen!“ bewirbt. Da ich eh nicht schlafen kann, schau ich mir das ganze doch gleich mal an, schließlich habe ich dank Chloe schon seit Monaten Einblicke in die Sucherei erhalten und nun tut sich da eine neue Dating-Sparte auf.

Der Einstieg auf Zuckerjungs.de ist nicht nur falsch geschrieben, er sagt auch schon alles:

„Süsses in Deiner Nähe!“

Zur Auswahl stehen dann „Erfahren & sexy sucht Zuckerjungen“ sowie „Jung & süß sucht erfahrene Lady“.

Ganz offensichtlich richtet es sich an erfolgreiche Frauen, die Lust auf schnellen Sex mit jüngeren Männern haben und vice versa.

Auf Youtube findet man das hier dazu:

Gut, dass die heterosexuelle Version der Village-People im TV durch den etwas cleaneren Spot mit Gundis ersetzt wurde. Trotzdem stellen sich mir die Nackenhaare auf, noch mehr als sonst eh schon, wenn es um diese ganze Online-Suche geht.

Downdating, Cougar (=Berglöwin), MILF und März-Oktober Liaisons – der Trend ist da, wir haben bereits öfter davon gesprochen. Hier in diesem zweifelhaften Geschäftskonzept dazu wird das Alter aber dann schon zum Selbstzweck, das kann doch auch nicht Sinn der Sache sein. Ich plädiere für einen entspannteren Umgang damit und frage mich nur, ob man die jüngeren Männer gleich dermaßen zur leichten Beute  degradieren muss – ich mayne Z U C K E R J U N G S???

Kann man das nicht einfach mal eine Spur weniger klebrig aufmachen?

Zwar habe ich Chloe gegen ihre Fastenkur kürzlich mal scherzhaft einen Toy Boy verordnet, einen Mann, der sich freiwillig als Zuckerjunge anbietet, würde mich aber wohl eher abtörnen (ich hab’s lieber csípős).

Aber Chloe – Wie sieht es bei dir aus, wirst du dieses Dessert testen, oder hältst du dich lieber an den Kaiserschmarrn?

I am a big big Girl in a big big City

Heute telefonierte ich kurz mit Kalli (mein Tangobegleiter während des Handtaschenraubs). Er erzählte mir, dass bei der letzten Milonga im Spiegelsaal (Clärchens Ballhaus) wieder eine Bekannte von ihm bestohlen wurde. Als das Opfer in ihrer Verzweiflung

Berlin ist so krank, diese Stadt macht mich fertig!

schrie, musste er sofort an mich denken. Schließlich schob ich damals in meiner Wut meinen Leichtsinn auch gleich auf den Sündenbock degenerierte Hauptstadt. Bringe auch gerne mal den Spruch: „Ich muss hier weg. Das hält doch keiner aus! Ich bin zu normal für diese Stadt.“

Aber inzwischen sehe ich das differenzierter. Zum Glück bringt mich Maya immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück… auch als ich diese Woche allen Berliner Schreinern in meiner Nervosität jegliches Talent absprach. Man sollte seine eigenen Schwächen und Ängste nicht auf eine Stadt projizieren.

Jetzt, da ich mich langsam als Stadtmädel definiere, reagiere ich auch selbst enorm allergisch auf Verallgemeinerungen. Einer meiner Parship-Dates (der, der meinte, man könnte doch nach drei Dates nicht schon „Schluss machen“) ließ heute seinem Groll auf die Großstadtmädels auf Facebook freien Lauf.

Kleiner Exkurs: Warum ist Chloe mit misslungen Dates weiterhin auf Facebook befreundet? Man weiß ja nie! Schließlich könnte ich mal wieder einen Mann gebrauchen, der mein Schloss austauscht oder mir ein Auto ausleiht. Wobei… der letzte Mann, den ich um sein Auto bat, verwehrte mir dieses, da es „explodieren“ könnte! Hallo??? War das vielleicht eine phallische Allegorie? Nein, das Auto müsse nur dringend repariert werden…

Immerhin kategorisiere ich die gescheiterten Dates sofort zur C-Ware um, wenn nix draus wird. Als ich das mit dem drei Mal Gedateten tat, kündigte er mir spontan die Freundschaft auf Facebook. Für mich kein Problem. Aber nur acht Stunden später „befreundete“ er mich wieder mit dem Argument:

Ich habe wohl überreagiert. Entschuldige. Man weiß ja nie, vielleicht hast Du noch ein paar lecker Mädchen im Freundeskreis.

Boah – was war ich da sauer! Sind Frauen nur „lecker“ und bin ich das Tor zum Harem, oder was? Wahrscheinlich hatte er noch rechtzeitig alle meine weiblichen Kontakte auf Facebook abgecheckt, bevor ich ihm den Zugriff auf meine Freundesliste entzogen hatte… Und glaubte der im Ernst, dass ich ihn jemals guten Gewissens weiterempfehlen würde? Jedenfalls postete er heute den folgenden Satz auf Facebook:

Das passt zu den Stadtmädels wie die Faust aufs Auge: „Extrem sexy, konsumfreudig, aber vollkommen verwirrt. Oder anders gesagt, kaum steht der Fick vorm Bett, gehen die Mädels von heute vor Schreck auf Facebook.“

Das Zitat soll anscheinend aus einem Interview mit Klaus Lemke in der Süddeutschen stammen.

Aus Neugier las ich den ganzen Artikel durch. Fand das Zitat jedoch nicht! Hat sich der Kerl also selber im Namen des Regisseurs Luft gemacht??? Frechheit! Ich weiß ja, dass er vor allem auf mich stand, weil ich in seinen Augen das „Mädel vom Lande“ bin. Nachdem ich Schluss machte, äußerte er zynisch, dass ich aufpassen solle, dass ich in dieser Stadt nicht wie die anderen Frauen am Leben scheitern werde.

Klaus Lemke haut immerhin auf beide Geschlechter drauf:

Berlin ist gar nichts. Neowilhelminischer Unsinn. Eine Steinwüste. Was für verwirrte Söhne, verspannte Töchter.

Großstadt-, Land- oder Inselleben – Chloe hat alles erlebt. Und überall gibt es solche und solche. Es ist zu leicht, seine eigenen Unzulänglichkeiten auf Wohnort oder das andere Geschlecht zu schieben.

Vielleicht gibt es die Frau, die mein damaliges Date sucht, einfach nicht…

Versteckte Web 2.0 Botschaften

Neulich wollte ich mich bei einer Freundin ins Internet einwählen und entdeckte dabei zu meinem Entzücken wieder einen schönen WLAN-Namen:

Gesehen in der Schönhauser Allee

„I can hear you having sex“ – Das nenne ich einen gelungenen subtilen Protest gegen Beischlaflärm im Haus!

Statt Protest bekam Chloes fleischliche Hülle neulich einen versteckten Zuspruch über die Blogstatistik zugesteckt:

Digitale Flaschenpost

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich als Vertreterin der Digitalen Bohème mehr als begeistert war über diese süße Botschaft. Mein Date war also gerissener als ich dachte… Daher traf ich ihn am nächsten Tag (er schien auch nach der Lektüre der Parship-Kolumne nicht abgeschreckt !!!)  zu einer Runde Badminton am Tempelhofer Feld, das in der Abenddämmerung der Afrikanischen Steppe glich. Mein Federball flog am gülden erleuchteten Alex im Horizont vorbei.

Kaum war ich wieder am Schreibtisch angekommen, checkte ich neugierig die Blogstatistik. In der Tat fand ich wieder einen merkwürdigen Suchbegriff vor:

Wieso datest Du mich

Unglaublicherweise ist SpreeSee hierfür das Suchergebnis Number One. Google Algorithmus sei Dank.

Nun war ich doch etwas irritiert. Sollte das wieder eine versteckte Botschaft meines Dates sein? Und wenn ja: Was soll der Scheiß? Ich rief sofort zur Klärung an. Er verneinte. Die Nummer sei doch jetzt durch. Nebenher ärgerte er mich mit dem folgenden Satz:

Mal schauen, ob der Kerl jemals abseits virtueller Räume den Mumm aufbringt, mir direkt in die Augen zu schauen und ein Kompliment zu machen. Oder mache ich beim Sport in der Tat so eine schlechte Figur, dass ich keine netten Worte verdient habe?

Chloe träumt von RFID tags für Männer

Total Quality Chloe liebt Technologie. RFID ist zum Beispiel eine revolutionäre Kennzeichnung für Waren im Einzelhandel. Ach was, für den ganzen Supply Chain! Und nun für Normalsterbliche: TOTeM (Tales of Things and Electronic Memory) hat mit RememberMe ein interessantes Projekt für Oxfam konzipiert. Den Second Hand Spendern soll die Möglichkeit zur Verfügung stehen, die persönliche Geschichte zu ihren Siebensachen auf einen RFID tag zu besprechen. Über ein Smartphone (ich mache jetzt mal keine Markenwerbung) kann die erzählte Geschichte dann im Laden eingescannt und angehört werden. Hier ein kleines Video:

Was spukt natürlich sofort in Chloes Kopf? Ich will so ein Etikett für meine Dates! Ach wäre das schön, wenn die Ex-Frauen/-Liebhaberinnen/-Dates etc. ihre ganz persönliche Geschichte zum Second Hand Mann auf RFID dokumentieren könnten. Ich hielt einfach mein iPhone hin und lauschte:

Benjamin fand ich letzten Sommer beim Männersamenstau auf einer Ingenieur-Party. Ich konnte ihn noch rechtzeitig aus dem Wühltisch fischen, bevor ihn mir eine Ethnologie-Studentin streitig machte. Nach der ersten Wäsche musste ich jedoch zuhause zu meinem Erschrecken feststellen, dass der Kerl furchtbar fusselt. Kein Wunder bei all dem Rückenhaar! Und als ich ihn darauf ansprach, meinte er nur, dass ich es doch wegmachen solle, wenn es mich so sehr stört. Ich packte ihn daraufhin in einen blauen Sack für die Altmännersammlung.

Markus war ein richtiger Ladenhüter bei Dating Café. Vier Monate lang wurde er mir immer wieder vorgeschlagen, bis ich mich eines Tages dazu erbarmte und ihm ein Date gewährte. Wir trafen uns auf einen Spaziergang. Er meinte, er müsse sich erstmal vorneweg entschuldigen, falls ihm ein Pups herausrutsche. Er habe zu viele Kirschen auf leerem Magen gegessen. Ich konnte mich die ganzen zwei Stunden lang natürlich auf nichts mehr konzentrieren, da ich völlig verstört und beängstigt auf die Gasattacke wartete. Wann kommt es? Wie laut wird es sein? Wie reagiere ich? – Zum Glück rutschte ihm nichts raus. Aber hören Sie mal! Mann ist doch erwachsen. Das kann man sich doch verkneifen. Dann gärt man halt innerlich, aber wie dreist ist es bitteschön, vorab Furze anzukündigen!